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Sarrebourg
Exkursion
Sarrebourg ist ein Städtchen in Lothringen, das in der Franziskanerkapelle, der Chapelle des Cordeliers aus dem 13. Jahrhundert, ein bedeutsames Kunstwerk aus dem 20. Jahrhundert birgt: die Glasfenster, die Marc Chagall entworfen hat, darunter ein Fenster von 12 m Höhe mit dem Titel "Der Frieden". Im benachbarten Heimatmuseum wird das von Chagall illustrierte Werk "Die Bibel" ausgestellt. Wir werden beide Ausstellungen besichtigen und den Ausflug mit einer sonntäglichen Abendandacht abschließen.
Termin So, 17.09.17, ganztägig
Ort Treffpunkt Sportplatz, OG-Weier
Kosten 35 Euro für Busfahrt, Eintritt und Führung
Referentin Jutta Wellhöner, Dekanin
Anmeldung bis 12.09. bei Matthäusgemeinde OG, 0781 57840
Kooperationspartner Förderverein Matthäusgemeinde OG
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Annäherungen an Luther
Vortrag und Gespräch
Ein Steinwurf kann eine Lawine auslösen, ein Rinnsal letztlich zu einem Dammbruch führen. Nichts Derartiges hatte Dr. Martin Luther im Sinn, als er am 31. Oktober 1517 mit 95 Sätzen auf einem Plakat zu einer akademischen Diskussion aufrief, die berühmten "Thesen””. Als Beichtpriester bekam Luther erhebliche Probleme mit Menschen, die sich durch gekaufte Papiere um die ordentlichen kirchlichen Bußübungen herumdrücken wollten. Als Theologieprofessor wollte er die noch nicht lehramtlich entschiedene Frage der Ablässe geklärt bekommen. Als Bettelmönch verstand er jedoch nichts von kirchlicher Macht- und Prunksucht, die geldgierig machte. Weil sein Begehren an kaiserlicher und kirchlicher Gewalt abprallte, wurde Luther zum Urheber der Reformation, die Streit, Spaltungen und Blutvergießen verursachte, jedoch auch die Erneuerung der Kirche in Gang setzte.
Termin Di, 19.09.17, 19.30 Uhr
Ort Auferstehungsgemeinde, Hölderlinstr. 3, OG
Referenten Gerhard Bernauer, Kath. Pfr. i.R. und Wilfried Renner, Evang. Pfr. i.R.
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Der jüdische Friedhof in Schmieheim
Friedhofsführung
Bei einem Gang über den jüdischen Friedhof in Schmieheim lässt sich die wechselhafte Geschichte der Juden in der Ortenau ablesen. Er ist die größte jüdische Begräbnisstätte in Südbaden und birgt etwa 2500 Gräber und wurde von den jüdischen Gemeinden der Region (Altdorf, Ettenheim, Friesenheim, Kippenheim, Lahr, Nonnenweier (bis 1880), Orschweier, Rust und Schmieheim) gemeinsam getragen. Er wurde 1682 angelegt, als sich die ersten jüdischen Familien nach den Vertreibungen im Mittelalter wieder in der Region niederlassen durften. Der älteste bekannte Grabstein stammt aus dem Jahr 1701. Er trägt, wie die anderen Grabmale aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert, nur hebräische Schriftzeichen, während die Steine aus der Zeit nach etwa 1850 auf der vorderen Seite hebräische und auf der Rückseite lateinische Buchstaben zeigen. Etliche Gräber aus dem 20. Jahrhundert sind von christlichen Gräbern nicht zu unterscheiden und spiegeln den Assimilationswillen der Juden in die Mehrheitsgesellschaft. Von Bedeutung sind die verschiedenen, in Stein gehauenen Symbole, von denen sich etliche auf den Grabsteinen des Schmieheimer Friedhofes finden lassen.
Termin Do, 28.09.17, 18 Uhr
Treffpunkt Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg.
Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird empfohlen. Kooperation Förderverein ehemalige Synagoge Kippenheim
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Konstanz-
jüdisches Leben im Mittelalter
Exkursion
Die Erforschung der bedeutenden Kulturregion Bodensee fand bisher nahezu ohne Berücksichtigung ihrer jüdischen Anteile statt. Die Sonderschau im Archäologischen Landesmuseum Konstanz hingegen präsentiert das gemeinsame kulturelle Erbe von Juden und Christen im erweiterten Bodenseegebiet. Damit soll der jüdische Aspekt dieser Kulturen zum einen in der Kulturgeschichte des Bodenseeraumes und zum anderen in der Geschichte der Juden in Europa verankert werden. Die Besucherinnen und Besucher begegnen vor allem der Bilderwelt der Juden am Bodensee als dem besonders herausragenden Zeugnis der mittelalterlichen jüdischen Kultur der Region. Wurden Bilder bisher vor allem dazu genutzt, um den diskriminierenden und aggressiven Blick auf Juden im Mittelalter zu illustrieren, würdigt die Ausstellung auch die von Juden in Auftrag gegebenen Bilder. Neben Medieninstallationen zeigt die Ausstellung prunkvolle Exponate wie hebräische Prachthandschriften, die in Konstanz oder in benachbarten Städten hergestellt wurden. Aber auch stille Zeugen jüdischen Lebens sind zu sehen. Dazu gehören neben Gebrauchshandschriften, Urkunden und Siegeln weitere Gegenstände, die mit jüdischem Leben in Verbindung stehen. Im Zentrum der Ausstellung befindet sich die Nachbildung einer mittelalterlichen jüdischen Züricher Wohnstube. Bild- und Schriftquellen sowie materielle Überreste werden als Spurenlese erfahrbar und vermitteln einen Eindruck vom Miteinander und von der wiederkehrenden Gewalt in der Welt der Bodenseestädte. Es werden kostbare Leihgaben präsentiert, die sich heute in Oxford, Budapest, Darmstadt, Hamburg, München, Zürich und an weiteren Orten befinden. Sie wurden bisher nie zusammen gezeigt und kehren nun zum ersten Mal zum Ort ihrer Entstehung zurück.
Termin So, 01.10.17
Anmeldung und weitere Informationen siehe www.ehemalige-synagoge- kippenheim.de
Kooperation Förderverein ehemalige Synagoge Kippenheim
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Von der Freiheit, sich einzumischen in Gesellschaft und Politik
Podiumsgespräch
Die Geschichte der Reformation ist auch eine Geschichte der Neugestaltung der Gesellschaft und der Mitverantwortung der Theologen für das öffentliche Leben. Pfarrer Steffen Reiche, Berlin, hat diese Mitverantwortung für die Gesellschaft selbstverständlich wahrgenommen, als es galt in der DDR Veränderung durchzusetzen und in der BRD Veränderung umzusetzen. Der Abend im Gespräch mit Pfarrer Hans-Michael Uhl bietet die Gelegenheit, entscheidende Momente seiner Biographie nachvollziehen, aber auch die grundsätzlichen Fragen der politischen und gesellschaftlichen Verknüpfung von Kirche und Gesellschaft zu bedenken. Steffen Reiche war Gemeindepfarrer in der DDR, Bürgerrechtler und Mitbegründer der SPD in der DDR, Abgeordneter der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR, nach der "Wende" 10 Jahre Kultusminister in Brandenburg, 4 Jahre MdB, heute ist er wieder Gemeindepfarrer in Berlin - Nikolassee.
Termin Di, 03.10.17, 20 Uhr
Ort Sitzungssaal Rathaus Hausach
Kosten Eintritt frei, Spende erbeten
Referenten Steffen Reiche, im Gespräch mit Pfarrer Hans-Michael Uhl
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Luther und die Reformation im Werk
von Albrecht Dürer und Lucas Cranach d.Ä.
Vortrag
Der turbulente Beginn der Reformation fällt in das letzte Lebensjahrzehnt des früh verstorbenen Dürer; so kam es nie zu der von ihm erhofften Begegnung mit dem Reformator. Die Haltung des Nürnberger Künstlers zu Martin Luther und seiner neuen Lehre spiegelt sich in den Vier Aposteln, die zwei Jahre vor Dürers Tod entstanden und quasi sein theologisch-politisches Vermächtnis darstellen. Im Gegensatz zu Dürer stand Lucas Cranach d. Ä. in engem Kontakt zu Luther. Als Hofmaler am kursächsischen Hof in Wittenberg lernte er Luther persönlich kennen und erlebte die Entwicklung der Reformation aus nächster Nähe mit. In enger Zusammenarbeit mit Luther und Melanchthon setzte Cranach die theologischen Standpunkte in Bilder und Grafiken um und brachte so die reformatorischen Lehrsätze unters Volk. Der Künstler wurde damit zum geschickten religionspolitischen Werber der neuen Lehre und gilt bis heute als herausragender Maler der Reformation.
Termin Mo, 09.10.17, 16.45 bis 18.30 Uhr
Ort Katholisches Bildungszentrum, Straßburger Str. 39, OG
Kosten 8 Euro
Referentin Dr. Barbara Memheld, Kunsthistorikerin
Kooperationspartner Katholisches Bildungszentrum OG
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Vor 450 Jahren: Sulz wird evangelisch, Anfänge und Geschichte der Kirchengemeinde
Vortrag
Genau 50 Jahre nach dem Thesenanschlag kam die Reformation nach Sulz. Wie damals üblich, wurde der Wechsel nicht von der Gemeinde beschlossen, sondern von der Obrigkeit verfügt - genauso wie einige Jahrzehnte später die Rückkehr zum katholischen Bekenntnis. Mit einigen Unterbrechungen ist die evangelische Gemeinde jedenfalls seit 1567 in Sulz präsent zwar als konfessionelle Minderheit, aber mit starker Lebenskraft. Der Vortrag von Dr. Walter Caroli, der auch die Ortschronik von Sulz verfasst, wird die Geschichte der Sulzer evangelischen Gemeinde beleuchten, in der es natürlich auch um die Abgrenzung, die Auseinandersetzungen und die Annäherungen mit der katholischen Gemeinde geht.
Termin Mi, 11.10.17, 19.30 Uhr
Ort Gemeindesaal der Johanneskirche, Lahr-Sulz
Referent Dr. Walter Caroli
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Studienreise Reformation-Wartburg-Altenburg-Coburg
Von der reformatorischen Idee zur Staatsräson
Studienreise
Wie gelang es Martin Luther, seine Reformatorischen Ideen umzusetzen, warum ist er nicht - obwohl für vogelfrei erklärt - als Ketzer hingerichtet worden? Wo hat er in der Politik Unterstützer gefunden für seinen Kampf um den richtigen Glauben gegen die römische Kurie? Und warum wurde ihm überhaupt geholfen? Welche Interessen spielten auf Seiten der weltlichen Machthaber eine Rolle, sich auf die Seite der Reformation zu stellen? Auf dieser Reise wird die enge Verzahnung von (neuer) Kirche und Politik genauer untersucht: Auf der Wartburg, wohin Luther durch das listige Eingreifen von Kurfürst Friedrich dem Weisen gerettet wurde, in Altenburg, wo der heimliche Steuermann der Reformation, Georg Spalatin lebte und die neue Kirche zu ordnen versuchte, und auf der Veste Coburg, von wo aus Martin Luther sich bemühte, auf den Reichstag in Augsburg einzuwirken, während sein Freund Philipp Melanchton um eine Anerkennung des protestantischen Bekenntnisses verhandelte. Geleitet wird die Reise von Manfred Wahl, Dekan in Ruhe, dessen berufliches und ehrenamtliches Wirken ihn zu einem Experten über die Schnittmenge von Kirche und Politik machte.
Termin Fr, 13.10.17, 7.30 Uhr bis So, 15.10.17, 22 Uhr
Ort Treffpunkt Gemeindehaus, Hölderlinstraße, OG
Kosten pro Person DZ: 250 Euro EZ: 320 Euro
Referent Manfred Wahl, Dekan in Ruhe
Kooperationspartner Katholisches Bildungszentrum OG, VHS Kehl-Hanauerland, unterstützt von der Stadt OG
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Eine jüdische Kindheit in Kippenheim
Vortrag
Der 1930 in Kippenheim geborene Kurt Salomon schildet das jüdische Leben in seinem geliebten Heimatdorf im Schatten der NS-Verfolgungen. Er ist einer der letzten Zeitzeugen, die die Deportation nach Gurs überlebt haben.
Termin Do, 19.10.17, 20 Uhr
Ort Synagoge, Kippenheim
Referent Kurt Salomon Maier
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Die Erinnerungsarbeit von Beate und Serge Klarsfeld
Vortrag
Neben Simon Wiesenthal dürften Beate und Serge Klarsfeld die meisten Holocaust-Täter des Hitlerregimes aufgespürt haben. Durch ihre Recherchen konnte auch das Schicksal einiger Ortenauer Juden geklärt werden.
Termin So, 22.10.17, 17 Uhr
Ort Synagoge Kippenheim
Referent Norbert Klein
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Ein Bruder namens Martin
Theaterstück
Ab Oktober 2017 verwandeln BAAL novo Theater Eurodistrict und der Fotograf und Konzeptkünstler Tilmann Krieg Ortenauer Kirchenräume zu Kulissen für den multimedialen Theaterabend "Ein Bruder namens Martin". Über den historisch-chronologischen Abriss dieses übervollen Lebens hinaus, stellt die Performance aus heutiger Sicht die Frage: Was hat diesen Mönch eigentlich getrieben, was war er - ein Revolutionär, ein Fundamentalist, eine moralische Instanz? Und was ist er über die Jahrhunderte für uns geblieben - ein Kämpfer, ein Verblendeter, ein Vergessener oder doch ein Bruder im Geiste? Das Stück fußt auf historisch belegten Gegebenheiten, als vor 500 Jahren die Reformation so machtvoll in die Welt kam, aber - war diese Welt eigentlich so unterschiedlich von der heutigen? Leben wir in ähnlichen Konflikten? Kommen uns nicht manche Beschreibungen aus den Bauern- und Reformationskriegen sehr bekannt vor? Hat Luther es erreicht, unsere Welt moralisch zu verbessern, hat er die Herzen der Menschen über die Jahrhunderte zum Guten verändert, oder hat er das Chaos dieser Welt nur vergrößert? Sind die Teufel heute freundlicher geworden, weniger gefährlich, als damals, zu Luthers Zeiten? Luther hat um den Glauben gekämpft und gelitten, er hat seiner eigenen Person nicht geachtet, wenn es darum ging, für seinen Gott einzustehen und doch hat er - und gerade deswegen vermutlich - das Leben geliebt und sich sinnenfroh auch leiblichen Genüssen ergeben. Luther hat geliebt, geheiratet, gegessen und Kinder gezeugt, so frohen Mutes, dass sich noch heute etwa 2000 Menschen auf der Erde als seine leiblichen Nachfahren bezeichnen dürfen. Die Schauspieler des Theaters BAAL novo verwandeln sich in die Rollen von Zeitgenossen Luthers und in den "Bruder Martin" und führen ein textlich und szenisch intensives Stück vor, das von Licht,- Bild- und Videosequenzen, Sound und Musikpassagen untermalt wird. Manchmal verlassen die Projektionen ihre Rolle der reinen Bühnendekoration und erlauben sich, quasi interpretierend und konterkarierend sich selbständig zu machen. Der Kirchenraum wird dabei zum wichtigen Teil der Inszenierung, denn die Installation passt sich an die architektonische Gegebenheit an, wodurch jede Aufführung ihren individuellen Charakter bekommt. Regie Diana Zöller Text Tilmann Krieg
Termin Fr, 27.10.2017, 20 Uhr Sa, 28.10.2017, 20 Uhr
Ort Uraufführung, Stadtkirche OG
Kosten 12 Euro, 10 Euro Senioren, 8 Euro Junioren
Karten erhältlich bei den Pfarrämtern und den üblichen Vorverkaufsstellen, auch reservix.de und reservation@baalnovo.de
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Ein Bruder namens Martin
Theaterstück
Ab Oktober 2017 verwandeln BAAL novo Theater Eurodistrict und der Fotograf und Konzeptkünstler Tilmann Krieg Ortenauer Kirchenräume zu Kulissen für den multimedialen Theaterabend "Ein Bruder namens Martin". Über den historisch-chronologischen Abriss dieses übervollen Lebens hinaus, stellt die Performance aus heutiger Sicht die Frage: Was hat diesen Mönch eigentlich getrieben, was war er - ein Revolutionär, ein Fundamentalist, eine moralische Instanz? Und was ist er über die Jahrhunderte für uns geblieben - ein Kämpfer, ein Verblendeter, ein Vergessener oder doch ein Bruder im Geiste? Das Stück fußt auf historisch belegten Gegebenheiten, als vor 500 Jahren die Reformation so machtvoll in die Welt kam, aber - war diese Welt eigentlich so unterschiedlich von der heutigen? Leben wir in ähnlichen Konflikten? Kommen uns nicht manche Beschreibungen aus den Bauern- und Reformationskriegen sehr bekannt vor? Hat Luther es erreicht, unsere Welt moralisch zu verbessern, hat er die Herzen der Menschen über die Jahrhunderte zum Guten verändert, oder hat er das Chaos dieser Welt nur vergrößert? Sind die Teufel heute freundlicher geworden, weniger gefährlich, als damals, zu Luthers Zeiten? Luther hat um den Glauben gekämpft und gelitten, er hat seiner eigenen Person nicht geachtet, wenn es darum ging, für seinen Gott einzustehen und doch hat er - und gerade deswegen vermutlich - das Leben geliebt und sich sinnenfroh auch leiblichen Genüssen ergeben. Luther hat geliebt, geheiratet, gegessen und Kinder gezeugt, so frohen Mutes, dass sich noch heute etwa 2000 Menschen auf der Erde als seine leiblichen Nachfahren bezeichnen dürfen. Die Schauspieler des Theaters BAAL novo verwandeln sich in die Rollen von Zeitgenossen Luthers und in den "Bruder Martin" und führen ein textlich und szenisch intensives Stück vor, das von Licht,- Bild- und Videosequenzen, Sound und Musikpassagen untermalt wird. Manchmal verlassen die Projektionen ihre Rolle der reinen Bühnendekoration und erlauben sich, quasi interpretierend und konterkarierend sich selbständig zu machen. Der Kirchenraum wird dabei zum wichtigen Teil der Inszenierung, denn die Installation passt sich an die architektonische Gegebenheit an, wodurch jede Aufführung ihren individuellen Charakter bekommt. Regie Diana Zöller Text Tilmann Krieg
Termin Mo, 30.10.2017, 20 Uhr
Ort Rust, Europapark, gr. Saal
Kosten 12 Euro, 10 Euro Senioren, 8 Euro Junioren
Karten erhältlich bei den Pfarrämtern und den üblichen Vorverkaufsstellen, auch reservix.de und reservation@baalnovo.de
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Horizont - Erweiterung:
Religionsgespräche im Mittelalter.
Von den Kreuzzügen zur Frühen Neuzeit.
Seminar
Die Kreuzzüge führten zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen, aber auch zu Kultur-Begegnung und einer Weitung des abendländischen Horizontes. Noch in der Kreuzfahrerzeit plädiert der mittelhochdeutsche Autor Wolfram v. Eschenbach für Verständigung. In der Folge gab es immer wieder Religionsgespräche, teils um die eigene Religion als die einzig richtige zu erweisen, teils aber auch, um das gemeinsame Fundament von Juden, Christen und Muslimen heraus zu stellen. Wir beschäftigen uns u.a. mit Petrus Abaelard ("Gespräch eines Philosophen, eines Juden und eines Christen"), mit dem hl. Franziskus, mit Ramon Lull aus Mallorca ("Das Buch vom Heiden und den drei Weisen") und schließlich mit Nikolaus von Kues, der nach dem Fall von Konstantinopel (1453) die Schrift "Sichtung des Korans" verfasst hat. Ein Reader wird zur Verfügung gestellt.
Termin Mo, 13.11., 20.11., 27.11.17, 19.30 bis 21 Uhr
Ort VHS, Amand-Goegg Str. 2, OG
Kosten 40 Euro
Referent Prof. Dr. Bernd Feininger
Anmeldung bei VHS, 0781 9364200 anmeldung@vhs-offenburg.de
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Ein Bruder namens Martin
Theaterstück
Ab Oktober 2017 verwandeln BAAL novo Theater Eurodistrict und der Fotograf und Konzeptkünstler Tilmann Krieg Ortenauer Kirchenräume zu Kulissen für den multimedialen Theaterabend "Ein Bruder namens Martin". Über den historisch-chronologischen Abriss dieses übervollen Lebens hinaus, stellt die Performance aus heutiger Sicht die Frage: Was hat diesen Mönch eigentlich getrieben, was war er - ein Revolutionär, ein Fundamentalist, eine moralische Instanz? Und was ist er über die Jahrhunderte für uns geblieben - ein Kämpfer, ein Verblendeter, ein Vergessener oder doch ein Bruder im Geiste? Das Stück fußt auf historisch belegten Gegebenheiten, als vor 500 Jahren die Reformation so machtvoll in die Welt kam, aber - war diese Welt eigentlich so unterschiedlich von der heutigen? Leben wir in ähnlichen Konflikten? Kommen uns nicht manche Beschreibungen aus den Bauern- und Reformationskriegen sehr bekannt vor? Hat Luther es erreicht, unsere Welt moralisch zu verbessern, hat er die Herzen der Menschen über die Jahrhunderte zum Guten verändert, oder hat er das Chaos dieser Welt nur vergrößert? Sind die Teufel heute freundlicher geworden, weniger gefährlich, als damals, zu Luthers Zeiten? Luther hat um den Glauben gekämpft und gelitten, er hat seiner eigenen Person nicht geachtet, wenn es darum ging, für seinen Gott einzustehen und doch hat er - und gerade deswegen vermutlich - das Leben geliebt und sich sinnenfroh auch leiblichen Genüssen ergeben. Luther hat geliebt, geheiratet, gegessen und Kinder gezeugt, so frohen Mutes, dass sich noch heute etwa 2000 Menschen auf der Erde als seine leiblichen Nachfahren bezeichnen dürfen. Die Schauspieler des Theaters BAAL novo verwandeln sich in die Rollen von Zeitgenossen Luthers und in den "Bruder Martin" und führen ein textlich und szenisch intensives Stück vor, das von Licht,- Bild- und Videosequenzen, Sound und Musikpassagen untermalt wird. Manchmal verlassen die Projektionen ihre Rolle der reinen Bühnendekoration und erlauben sich, quasi interpretierend und konterkarierend sich selbständig zu machen. Der Kirchenraum wird dabei zum wichtigen Teil der Inszenierung, denn die Installation passt sich an die architektonische Gegebenheit an, wodurch jede Aufführung ihren individuellen Charakter bekommt. Regie Diana Zöller Text Tilmann Krieg
Termin Mi, 15.11.2017, 20 Uhr
Ort Kirche Zell am Harmersbach
Kosten 12 Euro, 10 Euro Senioren, 8 Euro Junioren
Karten erhältlich bei den Pfarrämtern und den üblichen Vorverkaufsstellen, auch reservix.de und reservation@baalnovo.de
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Ein Bruder namens Martin
Theaterstück
Ab Oktober 2017 verwandeln BAAL novo Theater Eurodistrict und der Fotograf und Konzeptkünstler Tilmann Krieg Ortenauer Kirchenräume zu Kulissen für den multimedialen Theaterabend "Ein Bruder namens Martin". Über den historisch-chronologischen Abriss dieses übervollen Lebens hinaus, stellt die Performance aus heutiger Sicht die Frage: Was hat diesen Mönch eigentlich getrieben, was war er - ein Revolutionär, ein Fundamentalist, eine moralische Instanz? Und was ist er über die Jahrhunderte für uns geblieben - ein Kämpfer, ein Verblendeter, ein Vergessener oder doch ein Bruder im Geiste? Das Stück fußt auf historisch belegten Gegebenheiten, als vor 500 Jahren die Reformation so machtvoll in die Welt kam, aber - war diese Welt eigentlich so unterschiedlich von der heutigen? Leben wir in ähnlichen Konflikten? Kommen uns nicht manche Beschreibungen aus den Bauern- und Reformationskriegen sehr bekannt vor? Hat Luther es erreicht, unsere Welt moralisch zu verbessern, hat er die Herzen der Menschen über die Jahrhunderte zum Guten verändert, oder hat er das Chaos dieser Welt nur vergrößert? Sind die Teufel heute freundlicher geworden, weniger gefährlich, als damals, zu Luthers Zeiten? Luther hat um den Glauben gekämpft und gelitten, er hat seiner eigenen Person nicht geachtet, wenn es darum ging, für seinen Gott einzustehen und doch hat er - und gerade deswegen vermutlich - das Leben geliebt und sich sinnenfroh auch leiblichen Genüssen ergeben. Luther hat geliebt, geheiratet, gegessen und Kinder gezeugt, so frohen Mutes, dass sich noch heute etwa 2000 Menschen auf der Erde als seine leiblichen Nachfahren bezeichnen dürfen. Die Schauspieler des Theaters BAAL novo verwandeln sich in die Rollen von Zeitgenossen Luthers und in den "Bruder Martin" und führen ein textlich und szenisch intensives Stück vor, das von Licht,- Bild- und Videosequenzen, Sound und Musikpassagen untermalt wird. Manchmal verlassen die Projektionen ihre Rolle der reinen Bühnendekoration und erlauben sich, quasi interpretierend und konterkarierend sich selbständig zu machen. Der Kirchenraum wird dabei zum wichtigen Teil der Inszenierung, denn die Installation passt sich an die architektonische Gegebenheit an, wodurch jede Aufführung ihren individuellen Charakter bekommt. Regie Diana Zöller Text Tilmann Krieg
Termin So, 19.11.2017, 20 Uhr
Ort Kirche Kehl-Leutesheim
Kosten 12 Euro, 10 Euro Senioren, 8 Euro Junioren
Karten erhältlich bei den Pfarrämtern und den üblichen Vorverkaufsstellen, auch reservix.de und reservation@baalnovo.de
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Die Blumen von gestern
Film und Filmgespräch
Was passiert, wenn ein Nazi-Täter-Enkel und eine Nazi- Opfer-Enkelin aufeinandertreffen? Noch dazu, wenn sie in einem Auschwitz-Forschungsprojekt arbeiten? Das Leben mit der Schuld des Großvaters macht sich Totila (Lars Eidinger) sowieso nicht leicht. Dann wird ihm auch noch Zazie (Adèle Haenel) als junge französische Praktikantin zugeteilt. Diese verhält sich denkbar unkonventionell, geht mit seinem verhassten Chef Balthasar (Jan-Josef Liefers) ins Bett und betrachtet die Vergangenheit als Enkelin eines jüdischen Holocaust-Opfers. Ihre schnellen und überspitzten Dialoge lassen einem das Lachen im Hals stecken. Dabei lassen sie auf je ihre Weise frischen Wind in die Umgangsformen mit der deutschen Vergangenheit. Beide stellen sich auf ihre Weise der Frage, wie in der dritten Generation angemessen über die Shoa gesprochen werden kann. Die Idee zu diesem Film entstand, als der Regisseur Chris Kraus in den Archiven nach der SS-Vergangenheit seines eigenen Großvaters forschte - und dabei auch Nachkommen der Opfer begegnete. Deutschland 2016, 125 min, Regie: Chris Kraus, Sprache: Deutsch
Termin Mi, 29.11.17, 19 Uhr
Ort Gemeindehaus, Poststraße 16, OG
Kosten 5 Euro
Moderation Claudia Roloff
Kooperationspartner VHS OG, Katholisches Bildungszentrum
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Das Leben ist ein Haferbrei
... Vorläufige reformatorische Gedanken und Predigten
Vortrag
Im Jubiläumsjahr der Reformation steht zwar das Luther- Gedenken im Mittelpunkt, aber es gab schon vor 1517 Stimmen und Stimmungen, die den Boden für die Reformation vorbereiteten. Zu den "stimmkräftigsten" zählt Johann Geiler von Kaysersberg (1445-1510), dessen Predigten im Straßburger Münster legendär sind. Markige Worte und originelle Bilder zeichneten ihn aus, so z.B. der Ausspruch "Das Leben ist ein Haferbrei, in den Gott Fliegen wirft". In manchen seiner Predigten setzte er sich sehr kritisch mit der Befindlichkeit der Kirche auseinander er war kein Reformator im engeren Sinne, er dachte und sprach aber "reformatorisch". Prof. Dr. Konrad Kunze, dessen sprach-, kultur- und kirchen- geschichtliche Vorträge und Publikationen von einem breiten Publikum geschätzt werden, lässt Leben und Wirken des Johann Geiler von Kaysersberg lebendig werden.
Termin Mi, 29.11.17, 19.30 Uhr
Gemeindehaus am Doler Platz, Lahr
Kosten 5 Euro
Referent Prof. Dr. Konrad Kunze
Kooperationspartner VHS OG, Katholisches Bildungszentrum
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Umweltgeschichte(n) am Oberrhein
Vortrag und Gespräch
Umweltprobleme sind nichts Neues: Probleme durch den mittelalterlichen Erzabbau im Schwarzwald, extreme Abholzung oder Pläne zur Sprengung des Rheinfalls aus dem Jahr 1662 sind heute weitgehend aus dem Bewusstsein verschwunden. Doch viele erinnern sich noch an die erfolgreiche Bauplatzbesetzung gegen ein AKW im Wyhler Wald und gegen das Bleichemiewerk in Marckolsheim. Andere regionale und überregionale Probleme beschäftigen uns noch heute: Das AKW Fessenheim, Flächenfraß durch Siedlungsbau, Gewerbegebiete und Straßenbau, Klimawandel, Artenschwund und vieles mehr.BUND-Geschäftsführer Axel Mayer gibt in seinem Vortrag mit vielen Bildern einen kurzen, pointierten Überblick über Umweltgeschichte am Oberrhein. Er verdeutlicht, was wir aus den Erfolgen und auch den Niederlagen der Umwelt- und Naturschutzbewegung lernen können, und dass es sich lohnt, sich weiter zu engagieren.
Termin Do, 30.11.17, 19.30 Uhr
Ort Katholisches Bildungszentrum, Straßburger Straße 39, OG
Kosten 5 Euro
Referent Axel Mayer, Geschäftsverbund BUND südlicher Oberrhein
Kooperationspartner Katholisches Bildungszentrum, BUND
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Ein Bruder namens Martin
Theaterstück
Ab Oktober 2017 verwandeln BAAL novo Theater Eurodistrict und der Fotograf und Konzeptkünstler Tilmann Krieg Ortenauer Kirchenräume zu Kulissen für den multimedialen Theaterabend "Ein Bruder namens Martin". Über den historisch-chronologischen Abriss dieses übervollen Lebens hinaus, stellt die Performance aus heutiger Sicht die Frage: Was hat diesen Mönch eigentlich getrieben, was war er - ein Revolutionär, ein Fundamentalist, eine moralische Instanz? Und was ist er über die Jahrhunderte für uns geblieben - ein Kämpfer, ein Verblendeter, ein Vergessener oder doch ein Bruder im Geiste? Das Stück fußt auf historisch belegten Gegebenheiten, als vor 500 Jahren die Reformation so machtvoll in die Welt kam, aber - war diese Welt eigentlich so unterschiedlich von der heutigen? Leben wir in ähnlichen Konflikten? Kommen uns nicht manche Beschreibungen aus den Bauern- und Reformationskriegen sehr bekannt vor? Hat Luther es erreicht, unsere Welt moralisch zu verbessern, hat er die Herzen der Menschen über die Jahrhunderte zum Guten verändert, oder hat er das Chaos dieser Welt nur vergrößert? Sind die Teufel heute freundlicher geworden, weniger gefährlich, als damals, zu Luthers Zeiten? Luther hat um den Glauben gekämpft und gelitten, er hat seiner eigenen Person nicht geachtet, wenn es darum ging, für seinen Gott einzustehen und doch hat er - und gerade deswegen vermutlich - das Leben geliebt und sich sinnenfroh auch leiblichen Genüssen ergeben. Luther hat geliebt, geheiratet, gegessen und Kinder gezeugt, so frohen Mutes, dass sich noch heute etwa 2000 Menschen auf der Erde als seine leiblichen Nachfahren bezeichnen dürfen. Die Schauspieler des Theaters BAAL novo verwandeln sich in die Rollen von Zeitgenossen Luthers und in den "Bruder Martin" und führen ein textlich und szenisch intensives Stück vor, das von Licht,- Bild- und Videosequenzen, Sound und Musikpassagen untermalt wird. Manchmal verlassen die Projektionen ihre Rolle der reinen Bühnendekoration und erlauben sich, quasi interpretierend und konterkarierend sich selbständig zu machen. Der Kirchenraum wird dabei zum wichtigen Teil der Inszenierung, denn die Installation passt sich an die architektonische Gegebenheit an, wodurch jede Aufführung ihren individuellen Charakter bekommt. Regie Diana Zöller Text Tilmann Krieg
Termin Do, 30.11.2017, 20 Uhr
Ort Kirche Lahr
Kosten 12 Euro, 10 Euro Senioren, 8 Euro Junioren
Karten erhältlich bei den Pfarrämtern und den üblichen Vorverkaufsstellen, auch reservix.de und reservation@baalnovo.de
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Ein Bruder namens Martin
Theaterstück
Ab Oktober 2017 verwandeln BAAL novo Theater Eurodistrict und der Fotograf und Konzeptkünstler Tilmann Krieg Ortenauer Kirchenräume zu Kulissen für den multimedialen Theaterabend "Ein Bruder namens Martin". Über den historisch-chronologischen Abriss dieses übervollen Lebens hinaus, stellt die Performance aus heutiger Sicht die Frage: Was hat diesen Mönch eigentlich getrieben, was war er - ein Revolutionär, ein Fundamentalist, eine moralische Instanz? Und was ist er über die Jahrhunderte für uns geblieben - ein Kämpfer, ein Verblendeter, ein Vergessener oder doch ein Bruder im Geiste? Das Stück fußt auf historisch belegten Gegebenheiten, als vor 500 Jahren die Reformation so machtvoll in die Welt kam, aber - war diese Welt eigentlich so unterschiedlich von der heutigen? Leben wir in ähnlichen Konflikten? Kommen uns nicht manche Beschreibungen aus den Bauern- und Reformationskriegen sehr bekannt vor? Hat Luther es erreicht, unsere Welt moralisch zu verbessern, hat er die Herzen der Menschen über die Jahrhunderte zum Guten verändert, oder hat er das Chaos dieser Welt nur vergrößert? Sind die Teufel heute freundlicher geworden, weniger gefährlich, als damals, zu Luthers Zeiten? Luther hat um den Glauben gekämpft und gelitten, er hat seiner eigenen Person nicht geachtet, wenn es darum ging, für seinen Gott einzustehen und doch hat er - und gerade deswegen vermutlich - das Leben geliebt und sich sinnenfroh auch leiblichen Genüssen ergeben. Luther hat geliebt, geheiratet, gegessen und Kinder gezeugt, so frohen Mutes, dass sich noch heute etwa 2000 Menschen auf der Erde als seine leiblichen Nachfahren bezeichnen dürfen. Die Schauspieler des Theaters BAAL novo verwandeln sich in die Rollen von Zeitgenossen Luthers und in den "Bruder Martin" und führen ein textlich und szenisch intensives Stück vor, das von Licht,- Bild- und Videosequenzen, Sound und Musikpassagen untermalt wird. Manchmal verlassen die Projektionen ihre Rolle der reinen Bühnendekoration und erlauben sich, quasi interpretierend und konterkarierend sich selbständig zu machen. Der Kirchenraum wird dabei zum wichtigen Teil der Inszenierung, denn die Installation passt sich an die architektonische Gegebenheit an, wodurch jede Aufführung ihren individuellen Charakter bekommt. Regie Diana Zöller Text Tilmann Krieg
Termin Fr, 8.12.2017, 20 Uhr
Ort Kirche Appenweier
Kosten 12 Euro, 10 Euro Senioren, 8 Euro Junioren
Karten erhältlich bei den Pfarrämtern und den üblichen Vorverkaufsstellen, auch reservix.de und reservation@baalnovo.de
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Ein Bruder namens Martin
Theaterstück
Ab Oktober 2017 verwandeln BAAL novo Theater Eurodistrict und der Fotograf und Konzeptkünstler Tilmann Krieg Ortenauer Kirchenräume zu Kulissen für den multimedialen Theaterabend "Ein Bruder namens Martin". Über den historisch-chronologischen Abriss dieses übervollen Lebens hinaus, stellt die Performance aus heutiger Sicht die Frage: Was hat diesen Mönch eigentlich getrieben, was war er - ein Revolutionär, ein Fundamentalist, eine moralische Instanz? Und was ist er über die Jahrhunderte für uns geblieben - ein Kämpfer, ein Verblendeter, ein Vergessener oder doch ein Bruder im Geiste? Das Stück fußt auf historisch belegten Gegebenheiten, als vor 500 Jahren die Reformation so machtvoll in die Welt kam, aber - war diese Welt eigentlich so unterschiedlich von der heutigen? Leben wir in ähnlichen Konflikten? Kommen uns nicht manche Beschreibungen aus den Bauern- und Reformationskriegen sehr bekannt vor? Hat Luther es erreicht, unsere Welt moralisch zu verbessern, hat er die Herzen der Menschen über die Jahrhunderte zum Guten verändert, oder hat er das Chaos dieser Welt nur vergrößert? Sind die Teufel heute freundlicher geworden, weniger gefährlich, als damals, zu Luthers Zeiten? Luther hat um den Glauben gekämpft und gelitten, er hat seiner eigenen Person nicht geachtet, wenn es darum ging, für seinen Gott einzustehen und doch hat er - und gerade deswegen vermutlich - das Leben geliebt und sich sinnenfroh auch leiblichen Genüssen ergeben. Luther hat geliebt, geheiratet, gegessen und Kinder gezeugt, so frohen Mutes, dass sich noch heute etwa 2000 Menschen auf der Erde als seine leiblichen Nachfahren bezeichnen dürfen. Die Schauspieler des Theaters BAAL novo verwandeln sich in die Rollen von Zeitgenossen Luthers und in den "Bruder Martin" und führen ein textlich und szenisch intensives Stück vor, das von Licht,- Bild- und Videosequenzen, Sound und Musikpassagen untermalt wird. Manchmal verlassen die Projektionen ihre Rolle der reinen Bühnendekoration und erlauben sich, quasi interpretierend und konterkarierend sich selbständig zu machen. Der Kirchenraum wird dabei zum wichtigen Teil der Inszenierung, denn die Installation passt sich an die architektonische Gegebenheit an, wodurch jede Aufführung ihren individuellen Charakter bekommt. Regie Diana Zöller Text Tilmann Krieg
Termin Sa, 20.01.2018, 20 Uhr
Ort Kirche Schwanau-Nonnenweier
Kosten 12 Euro, 10 Euro Senioren, 8 Euro Junioren
Karten erhältlich bei den Pfarrämtern und den üblichen Vorverkaufsstellen, auch reservix.de und reservation@baalnovo.de
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