Was willst Du werden?
Gute Frage!
Mit viel Freude haben wir die Ideen von Grundschulkindern und Jugendlichen in der Berufsschule eingesammelt. Sie finden sie verstreut in diesem Heft. Was willst du mal werden? Diese Frage können wir uns auch selbst stellen. Es muss nicht immer gleich ein Berufswechsel sein, wie wäre es mit einem neuen Hobby oder Ehrenamt, wie wäre es mit einer neuen Haltung dem Leben oder mir selbst gegenüber? Es ist noch nicht erschienen, was wir sein werden. Mit diesem Satz tröstet am Anfang der Geschichte der Christenheit ein Briefeschreiber seine Leute. (2. Johannesbrief 3, 16) Und ich fühle mich 2000 Jahre später auch davon getröstet. Da ist noch manches offen, was meine eigene Person betrifft, aber auch meine Kirche und unsere Welt.
Da ist noch Luft nach oben, zu Gott hin.
Ich mag das Wort "werden". Es schillert zwischen Hilfs- und Vollverb. Auf Englisch heißt es „to become“. Als ich Schülerin hab ich lange gebraucht, bis ich es nicht mehr mit „bekommen“ übersetzt habe. Doch eigentlich stimmt das ja auch: in allem werden bekomme ich vieles an Erfahrungen, neuem Wissen, Freundschaften und Einsichten geschenkt. Michelle Obama hat ihre Biographie „becoming“ genannt. Eine Geschichte des Werdens vom kleinen Mädchen im bescheidenen Süden Chicagos zur ersten farbigen First Lady der USA. Ich mag ihre Biographie, sie erzählt von Erfolgen und Enttäuschungen und vielen manchmal unscheinbaren Ereignissen, die das Werden von Michelle beeinflusst haben. Was willst du mal werden? Ich lade Sie ein, mit dieser Frage im Sinn durch unser Programmheft zu stöbern – und mitzumachen. Es gibt viele Angebote, in denen Sie sich mit sich selbst auseinandersetzen können. Und es gibt viele Angebote, in denen wir uns fragen, wie wir auf dieser Welt unterwegs sein wollen.
Und weiterhin gibt es die Einladung zu vielen Begegnungsangeboten mit unseren Neuankömmlingen. Was willst du mal werden? Diese Frage stellt sich den Menschen, die neu bei uns sind, besonders eindringlich. Und sie ist noch interessanter als die häufig gestellte Frage: woher kommst du?
Was willst du mal werden? Diese Frage hat auch die Menschen beschäftigt, die beim Projekt "IchGefühl" ausprobiert haben, wie sie sein könnten. Die Fotografin Ingrid Vielsack hat daraus eine Ausstellung entwickelt, das Foto auf dem Titel gibt Ihnen einen ersten Eindruck.
Was willst du mal werden? – Diese Frage richten wir auch an die Grünfläche hinter der Stadtkirche in Offenburg. Dort soll etwas Neues entstehen. Urban Gardening – Gärtnern mitten in der Stadt. Ökologisch, inklusiv, klimagerecht… Wer mitmachen will, ist herzlich willkommen. Bitte meldet euch einfach im EEB-Büro!

Ihre Claudia Roloff

Was ich mal werden will . . .
Kinder der Klasse 4c der Grundschule Diersheim berichten:
Ich würde gerne Fußballer werden, weil man da viel Geld bekommt und wenn ich eine Familie habe, dann kann ich denen auch Essen und Trinken kaufen. Kinder haben das Recht auf ein gutes Leben! Außerdem kann ich mit meiner Familie überall hin reisen. (Jannis)
Ich will gerne im Büro arbeiten, weil ich es mag so zu tippen und ich mag sehr Technik. Dann will ich Polizistin werden weil ich so gerne auf Verbrechen gehen will. (Anesa)
Ich will zur SEK [Spezialeinsatzkommando der Polizei] weil ich es mag, anderen Menschen zu helfen. (Paul)
Vielleicht Frisör oder ich möchte Turnerin werden. Ich mache gerne anderen Menschen schöne Frisuren und flechte gerne Zöpfe. Turnen ist mein Hobby und das macht mir Spaß. (Lina)
Ich möchte ein Fußballer sein, weil es gesund ist für den Körper und da kannst du Freunde finden. (Hadi)
gesammelt und notiert von Juliane Krebs,
Mitglied im Leitungskreis der EEB Ortenau
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Was ich mal werden will . . . (2)
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Kinder der Klasse 4c der Grundschule Diersheim berichten:
Ich möchte den Beruf Feuerwehrmann ausüben, weil man auf viele Einsätze muss und mit der Atemmaske ins Haus geht wenn es raucht und brennt. Feuerwehrmänner müssen auch ertrinkende Personen retten, eingeklemmte Tiere, Personen aus verklemmten Fahrzeugen retten und vieles mehr. (Marc)
Ich will Fußballer werden weil man da viel Geld bekommt und man bleibt fit. Außerdem macht es sehr viel Spaß. Ich hoffe, mein Traum geht in Erfüllung. (Henri)
Ich möchte Lehrerin werden, weil es mir bestimmt Spaß macht, mit Kindern zu arbeiten! Mit Hunden im Tierheim möchte ich Gassi gehen, weil ich Hunde mag. Wenn die Berufe nicht klappen, werde ich Gitarristin oder Reiterin – oder beides zusammen: Eine Reiterin, die auf dem Pferd Gitarre spielt. Aber am aller, aller, allerliebsten werde ich Grundschullehrerin! (Lucy)
Ich möchte Stahlmaschinist werden, weil ich Maschinen mag und weil mein Opa und Papa das auch gelernt haben. (Jonas)
Ich möchte mal Polizist werden, weil man da manchmal schnell mit dem Auto fährt und weil man Verbrechen verhindern kann. Als Nebenberuf will ich Feuerwehrmann werden. (Lennard)
Ich will entweder Turnerin werden, weil man auf Wettkämpfen ist und weil man sehr gelenkig sein muss oder Polizistin, weil man dort sehr viel helfen tut wenn Menschen in Gefahr sind. Oder ich werde Reitlehrerin, weil man dort mit Pferden zusammen ist und Kinder unterrichtet. (Dina)
gesammelt und notiert von Juliane Krebs,
Mitglied im Leitungskreis der EEB Ortenau
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Es war einmal ein junger Referendar . . .
. . . der sich an seiner neuen Schule vorstellte. Der Schulleiter war ein wichtiger, einflussreicher Mann. Er fragte den jungen Kollegen „Was wollen Sie einmal werden?“. Sofort gab der junge Mann Auskunft. „Ich möchte Direktor dieser Schule werden!“ Überrascht blickte der Chef auf. „Sind Sie verrückt?“, fragte er. Noch überraschter war er über die nächste Antwort. „Ist das Bedingung?“. Das war zu viel. Rasch wurde das Gespräch beendet, der junge Mann flog hinaus. Als er etwas bedrückt bei der Sekretärin vorbei ging, fragte diese teilnahmsvoll. „Hat er Sie rausgeschmissen?“. Er nickte. Darauf die Sekretärin aufmunternd „das ist ein gutes Zeichen“. Der Referendar wurde zwar nicht Rektor, aber ein wunderbarer Lehrer - und er hat seinen Humor behalten.
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Kinder der Klasse 4c der Grundschule Diersheim berichten:
Ich möchte mal bei meinem Vater im Weberhaus arbeiten. Dort baue ich Häuser. Papa hat immer Maschinen gebaut, aber ich will Häuser bauen. Vielleicht gehe ich zusätzlich noch zur Feuerwehr. Aber nur vielleicht. (Mara)
Ich würde gerne Reitlehrerin werden als Nebenberuf, weil ich Pferde und Ponys liebe. Als richtigen Beruf aber möchte ich Tierärztin für Pferde und Ponys sein, weil da kann man z.B. anderen Leuten sagen ob das Pferd oder Pony ein Baby (Fohlen) bekommt. (Merle)
Ich möchte mal Erzieherin werden weil ich jetzt schon gerne was mit kleinen Kindern mache z.B. Lesen oder Malen und weil meine Mama auch Erzieherin ist. Oder ich werde Frisörin, denn ich gehe gerne zum Frisör und es riecht dort so gut. Ich schneide auch gerne die Haare von meinen Barbies und mache auch gerne Frisuren an meinem Frisurenkopf. Oder ich arbeite als Verkäuferin an einem Süßigkeitenstand. (Elina)
Ich will Fußballer werden weil ich mein Lieblingshobby gerne zu meinem Job machen würde und ich möchte mich beweisen. Oder zur GSG 9 [Spezialeinheit der Deutschen Bundespolizei] weil ich auf dieser Welt Frieden schaffen möchte. (Mika)
gesammelt und notiert von Juliane Krebs,
Mitglied im Leitungskreis der EEB Ortenau
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