Camp de Gurs, Mémorial de Rivesaltes und Camp des Milles
Die Regierung des Vichy-Regimes internierte sie im „Camp de Gurs“ am Rande der Pyrenäen, wo viele von ihnen aufgrund der verheerenden Lebensbedingungen in den ersten Monaten der Haft verstarben. Andere konnten bis Anfang 1941 auswandern bzw. fliehen und im Untergrund überleben. Für den größeren Teil der Deportierten war Gurs eine Station auf dem Weg nach Auschwitz.
Auf dem Weg mit dem Reisebus nach Gurs machen wir an verschiedenen Stationen halt: unter anderem beim „Mémorial de Rivesaltes“ bei Perpignan und beim „Mémorial Camp des Milles“.
Das „Mémorial de Rivesaltes“ thematisiert die Rolle der Lager in Südfrankreich im Umgang der französischen Politik mit „unerwünschten Ausländern“. Nach der Befreiung Südfrankreichs 1944 von der Wehrmacht wurden im „Camp des Rivesaltes“ deutsche und italienische Kriegsgefangene sowie französische Kollaborateure festgehalten. Von 1962 an war es Aufnahmeort für Algerier, die im algerischen Bürgerkrieg auf der Seite Frankreichs gekämpft hatten. Bis 1972 wurde das „Camp des Rivesaltes“ schrittweise aufgelöst. Zwischen 1986 und 2007 dienten zwei Baracken als Abschiebelager.
Die als moderner Lernort konzipierte Gedenkstätte „Mémorial Camp des Milles“ befindet sich in einer ehemaligen Ziegelfabrik. Les Milles trägt den Beinamen „Camp des artistes“, denn dort waren neben politisch und rassisch Verfolgten viele verfemte deutsche Künstler interniert, etwa Max Ernst, Wols, Hans Bellmer, Robert Liebknecht und Schriftsteller wie Lion Feuchtwanger, Franz Hessel und Walter Janka. Mehr als vierhundert Bildwerke wurden hier geschaffen, manche sind an den Wänden noch sichtbar. Die historische Bausubstanz der Ziegelfabrik ist weitgehend erhalten.
Abfahrt ist am frühen Morgen des 30. März 2027 in Karlsruhe, weitere Zustiegsorte sind Offenburg und Freiburg.
Besuchte Gedenkstätten: Camp de Gurs, Maison d’Izieu und Camp des Milles. Die Gruppe wird vor Ort von kundigen Führer*innen empfangen.
850 Euro inkl. Busreise, Übernachtung im DZ und Halbpension. Ermäßigung möglich. EZ mit Preisaufschlag, soweit möglich.
Weitere Infos bei Jürgen Stude, 07807 957612 oder foerderverein-mahnmal@web.de.
Kooperation:Förderverein Mahnmal zur Erinnerung an die nach Gurs deportierten badischen Jüdinnen und Juden e. V., www.Mahnmal-Neckarzimmern.de
Leitung:Susanne Christ, Jürgen Stude, Renate Kreplin
Kosten:Preis 3: 850,00 €
