Bittere Orangen: ein neues Gesicht der Sklaverei in Europa
Während ihrer Asylverfahren stehen Geflüchtete ohne Papiere und ohne Rechte buchstäblich auf der Straße. Die nahen Plantagen sind oft ihre einzige Chance auf eine Arbeit, die ihr Überleben sichert. Offen verachtet von der Bevölkerung, untergebracht in Slums und fern jeder medizinischen Versorgung, pflücken sie zwölf Stunden am Tag Orangen. Für maximal 250 Euro im Monat – sofern sie das Glück haben, morgens auf dem „Arbeitsstrich“ aufgelesen zu werden.
Gilles Reckinger ist seit 2012 immer wieder nach Rosarno, eine kleine Stadt in Italiens Stiefelspitze, gereist, um die Arbeits- und Lebensbedingungen der migrantischen Erntehelfer zu dokumentieren. In vielen Gesprächen ist er den Menschen nahe gekommen, die festgesetzt sind durch extrem unsichere Lebensbedingungen ohne jede Option.
Kooperation:Offenburger Netzwerk Nachhaltigkeit (ONN)
Leitung:Prof. Dr. Gilles Reckinger, Europäischer Ethnologe mit dem Arbeitsschwerpunkt Migration, Prekarität und Europäisches Grenzregime aus Luxemburg
Preisinformationen:10€/8€ Vorverkauf in der Stadtbibliothek, 12€/10€ Abendkasse
